Möbel und Holzobjekte sind mehr als Gebrauchsgegenstände – sie erzählen Geschichten.
Seit über 20 Jahren widme ich mich mit Hingabe der Restaurierung historischer Holzobjekte und der Holzbildhauerei. In meiner Werkstatt restauriere ich in aufwändiger Handarbeit und mit traditionellen Materialien historische Möbel, welche für mich ein Stück Kultur darstellen. Sie sind liebenswerte Zeitzeugen, die Ihre Geschichte auch nach einer sanften Restaurierung noch erzählen können und auch dürfen. Ob die Restaurierung eines alten Möbels, eine detailgetreue Rekonstruktion oder eine individuelle Holzarbeit, jedes Projekt führe ich persönlich und mit viel Hingabe aus. Dabei ist mein Anspruch, dass das Möbel im Alltag wieder benutzt werden kann, ohne viel von seiner Originalsubstanz zu verliehren.
Holz ist ein wertvoller Rohstoff. Jedes Stück verdient Respekt, Sorgfalt und ein tiefes Verständnis für Material, Technik und Geschichte. Ob Restaurierung, Rekonstruktion oder freie Holzarbeit – meine Arbeit verbindet traditionelles Handwerk mit zeitgemässem Anspruch.

In meiner Werkstatt vereinen sich fachgerechte Restaurierungen, originalgetreue Rekonstruktionen und freie Holzarbeiten. Das Angebot reicht von der sorgfältigen Instandsetzung historischer Möbel über Ergänzungen und Intarsien bis hin zu individuellen Einzelanfertigungen und Möbelunikaten. Auch besondere Objekte entstehen stets mit Respekt vor Material, Geschichte und handwerklicher Tradition.
In meinen Kursen und Workshops vermittle ich einfache handwerkliche Grundlagen so, dass sie für jede Person auch zu Hause am Küchentisch umsetzbar sind. Der respektvolle und bewusste Umgang mit dem Rohstoff Holz steht dabei im Mittelpunkt. Die Angebote richten sich an Interessierte, die Holz als nachhaltigen Rohstoff verstehen und damit selbst gestalten möchten.
Ich bin Sonja Bantli, Handwerkerin in der Denkmalpflege FA, Möbelrestauratorin und Konservatorin VSSM sowie ausgebildete Holzbildhauerin und Möbelschreinerin EFZ. Meine Arbeit verbindet fundierte Ausbildung, langjährige Erfahrung und einen sorgfältigen Umgang mit historischer Substanz.

In diesem 6-stündigen Workshop schnitzen Sie selbständig aus einem Stück Lindenholz eine Schnecke. Die grobe Form des Schneckenkörpers ist bereits ausgesägt und wird von jedem Kursteilnehmer individuell ausgearbeitet, sodass aus der gegebenen Form schlussendlich ein Einzelstück entsteht. Das Schneckenhaus wird von jedem Kursteilnehmer selbst mitgebracht.
Mehr zu diesem Kurs →
in diesem 6-stündigen Workshop schnitzen Sie selbständig aus einem Stück Lindenholz einen Schöpflöffel. Die grobe Form des Löffels ist bereits ausgesägt und wird von jedem Kursteilnehmer individuell ausgearbeitet, sodass aus der gegebenen Form schlussendlich ein Einzelstück entsteht.
Mehr zu diesem Kurs →
Sie stellen in einem 6-stündigen Workshop ein Holzbrett aus einheimischem Holz her. Nach einer kurzen mündlichen Einführung in die einheimischen Holzarten und deren Eigenschaften können Sie aus mehreren vorbereiteten Rohlingen Ihr Brett auswählen. Anschliessend entwerfen Sie Ihre eigene Form oder wählen aus den vorgegebenen Formvorlagen eine aus und übertragen diese auf Ihren Rohling. Die Form wird von der Kursleitung ausgeschnitten. Danach können Sie eines der vorgeschlagenen Muster in das Holz schnitzen. Durch das manuelle Abrunden der Kanten wird dem Brett der letzte Schliff gegeben.
Mehr zu diesem Kurs →
In diesem 3-stündigen Workshop beschnitzen Sie selber ein ausgewähltes Schneidbrett. Nach einer kurzen mündlichen Einführung in die einheimischen Holzarten und deren Eigenschaften wählen Sie aus mehreren fertig vorbereiteten Schneidbrettern das aus, welches Sie beschnitzen möchten. Gleichzeitig entscheiden Sie sich für eines der vorgeschlagenen Muster und übertragen dieses auf das Holz um es anschliessend zu schnitzen.
Mehr zu diesem Kurs →
In diesem 3-stündigen Workshop wird Holz aus einem entsorgten Möbelstück weiterverwendet und zu einem neuen Objekt (Hängevase) verarbeitet. Die Teilnehmenden lernen einfache Bearbeitungstechniken mit Handwerkzeugen und Handmaschinen und nehmen ihr eigenes Werkstück mit nach Hause.
Mehr zu diesem Kurs →
In diesem 3-stündigen Workshop wird Holz aus einem entsorgten Möbelstück wiederverwendet und zu einer einfachen Fütterungsstation verarbeitet. Die Teilnehmenden lernen grundlegende Bearbeitungstechniken mit Handwerkzeugen und Handmaschinen und nehmen ihr eigenes Objekt mit nach Hause.
Mehr zu diesem Kurs →2024 durfte ich das Untergestell des Motorraums des Rolls Royce Instand stellen. An Auto’s aus dieser Zeit lässt sich die Kutschenbauweise noch gut erkennen. Die Untergestelle sind aus Holz und wurden mit Blechen überzogen. Das Eschenholz des Rolls Royce war an mehreren Stellen stark oder gar vollständig verfault und musste neu hergestellt werden. Dabei wurde aber trotzdem so viel wie möglich Originalholz belassen. Der anfängliche Eindruck, dass das Untergestell ja nur aus ein paar einfachen Kanthölzern besteht, erwies sich schnell als trügerisch. Keine einzige Fläche war im selben Winkel zu der nächsten und im rechten Winkel schon gar nicht. Eine wahre Kunst des An- und Einpassens und nichts für schwache Nerven…
2018 wurde ich anlässlich des Jubiläums des Spital Muri AG beauftragt, einen Blickfang für die Wand im Eingangsbereich zu realisieren. Es entstand der Baum der Herzen. Während der Festlichkeiten konnten die anlehnend an die Form von Fliederblättern in verschiedenen einheimischen Holzarten geschnitzten Herz-Blätter für einen symbolischen Betrag von den Besuchern erworben werden. Darauf wurden die Blätter direkt an der vom Käufer gewünschten Stelle am Baum angebracht. Patienten, Angehörige, Mitarbeiter und Besuchende hatten somit ihre unterschiedlichsten Erinnerungen an den Baum, sodass sie sich bei einem Besuch im Spital Muri mit dem Werk verbunden fühlten. Umso grösser war der Aufschrei, als die Spitalleitung 2025 beschloss, den Baum abzubauen und an mich zurückzugeben, oder zu entsorgen. Mit Hilfe der Presse suchte ich darum umgehend einen neuen Platz. Zu aller Beteiligten Freude konnte dieser schnell gefunden werden. Seit Juli 2025 steht der Baum des Lebens nun im Alters- und Pflegeheim im Brühl in Spreitenbach und erfreut die Gäste der Cafeteria. Ohne grosse Anpassarbeiten konnte der Baum «umgesiedelt» werden und wirkt, als ob er von Anfang an für diese Wand bestimmt gewesen war. Hier wird der Baum nicht nur als Dekoration, sondern als auch als Ausdruck einer Haltung gesehen: das Leben in jeder Phase zu würdigen und zu schützen.
2024 durfte ich für das Schweizerische Nationalmuseum Zürich im Sammlungszentrum in Affoltern am Albis einen Kiosk von 1906 restaurieren.
Für die langfristige Erhaltung und die Präsentation des Kiosks in der Ausstellung «Konsumwelten. Alltägliches im Fokus» (schweizerisches Landesmuseum Dezember 2024-April 2025) waren umfassende Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten erforderlich. Um den Kiosk ausstellbar zu machen und die damit verbundenen Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten musste neben vielen Reinigungs- und Festigungsarbeiten der Farbschichten vor allem das im Sockelbereich komplett verfaulte Holz vollständig ersetzt werden. Eine zerstörungsfreie Restaurierung ohne Eingriffe in die Originalsubstanz war leider nicht möglich. Es galt jedoch bei jedem Eingriff «So viel wie nötig, so wenig wie möglich». Der Kiosk wurde im Zustand von 2008, seinem letzten Betriebsjahr, erhalten. Durch seine Nutzung als «Visitor-Center» und Internetstation noch vor der grossen Smartphone-Revolution ist er ein wichtiger Zeitzeuge der 2000er-Jahre. Jede Rückführung auf eine vorherige Zeit hätten einen Teil seiner Geschichte zerstört.
Für den selben Rolls Royce durfte ich das Armaturenbrett sowie die Holzteile der Türen restaurieren.
Das Wurzelmaserfurnier war stark beschädigt und benötigte mehrere Rekonstruktionen: über die Jahre waren die Holzteile wie es gerade passte abgeändert, eingekürzt oder gar vollständig entfernt worden. Für neue Apparaturen wurden gar zusätzliche Löcher in die schöne Maserfläche gebohrt. Dies alles wurde rückgängig gemacht und wieder in den Zustand von 1931 gebracht. Einzig beim Oberflächenüberzug handelt es sich um einen neuzeitlichen, robusten Lack.
SchrottUp! - Die Upcycling-Challenge ist in Spreitenbach AG. Sonja Bantli und Fabian Bolliger nehmen sich der Herausforderung an, Abfall in einzigartige Deko-Objekte zu verwandeln.
Haben Sie ein Projekt oder eine Anfrage?
Schreiben Sie mir, ich melde mich gerne bei Ihnen.
079 302 25 55
Bremgartenstrasse 20
5634 Merenschwand
Montag bis Donnerstag: 9:00 - 17:00 Uhr